Archiv: Weisheit des Monats

 


 

Oktober 2021:

"Wenn Du aufgeben willst, erinnere Dich, warum Du angefangen hast."

(Ursprung unbekannt)

 

Meine Anmerkung:

Wir alle fangen stets Dinge an. Mitunter kosten uns diese Dinge sehr viel Energie, manchmal zu viel. Die Anstrengungen sind zu hoch, das Ziel scheint fern, geradezu unerreichbar. Oft denken wir daran, aufzugeben.

Ist Aufgeben ein Zeichen von Schwäche, von Unfähigkeit? Nicht automatisch. Ist ein Ziel unrealistisch hoch gesteckt, so kann Aufgeben eine kluge Entscheidung sein. Die Fähigkeit, den Weg anzupassen ist damit ein Zeichen von Stärke. Durchhalten um jeden Preis, nur aus Prinzip (getreu dem Motto "Bringe zu Ende, was Du angefangen hast") halte ich für falsch.

Aber: Ausdauer ist natürlich eine wichtige Tugend. Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen! Wenn Du Dein Ziel nicht erreichst, ändere nicht das Ziel, sondern die Strategie. Ein ebenso weiser Spruch.

 

Wenn Du an das Aufgeben denkst, fragst Du Dich vielleicht: Wo ist die Energie geblieben? Wo ist die Motivation, dieser Antrieb, den Du zu Beginn hattest?

Erinnere Dich daran, warum Du angefangen hast. Und wie! Erinnere Dich an dieses Gefühl. Was hat Dich angetrieben? Welche Leidenschaft steckte darin? Kannst Du diese Energie, diese Kraft wiederbeleben? Kannst Du diese Ressourcen reaktivieren? Denke an die Anfänge zurück.

Vielleicht hilft Dir diese kleine Zeitreise bei Deiner Entscheidungsfindung...

 

Ergänzung aus dem NLP:

Ein Trick (der allerdings gleich zu Beginn angwendet werden müsste) ist das so genannte Ankern. Einfach zusammengefasst wird hier ein emotionaler Hochzustand (verbunden mit erlebter Kraft, Euphorie, Leidenschaft, etc.) bewusst mit einem Triggerpunkt, einem Anker verknüpft. Dies kann eine bestimmte Berührung sein, eine ungewöhnliche Handbewegung, irgendetwas markantes.

Die "Wiederholung", also das Abrufen dieses Ankers kann helfen, den emotionalen Hochzustand wieder zu reaktivieren.

Achtung: Natürlich funktioniert das nicht auf Knopfdruck. Das Ankern ist eine anerkannte therapeutische Methode, ist aber nicht so ohne weiteres im alltäglichen Gebrauch sofort umsetzbar. Hier braucht es genaue Anleitung, Übung und Geduld.

 


 

September 2021:

 "Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Wirklichkeit"

(sprirituelle Weisheit, Herkunft unbekannt)

 

Meine Anmerkung:

Wir alle kennen negative Gedanken, die in uns kreisen. Bilder, Visionen, Ahnungen, Befürchtungen... Besonders in schwierigen Zeiten nagen sie an unserem Mut und unserer Zuversicht. Wir kommen nur schwerlich aus diesem Gedankenkarussel heraus.

Ebenso ist es bei sehr positiven Gedanken, die durch glückliche Momente, Erfolgserlebnisse, etc. geradezu befeuert werden und uns ein hohes Maß an Energie und Zuversicht bescheren.

In der Psychologie kennen wir die "sich selbst erfüllende Prophezeiung", im Spirituellen reden wir vom Phänomen der Resonanz.

Wir ziehen die Dinge an, durch die Kraft unserer Gedanken - vielmehr durch die Kraft unserer inneren Überzeugungen. Warum? Unser Unterbewusstsein muss mit seiner Energie haushalten. Das Aufgeben von inneren Bildern oder Überzeugungen ist jedoch mit einem sehr hohen Energieaufwand verbunden. Wissenschaftler sind sich einig, dass unser Unterbewusstsein daher unser eigenes Handeln mit dem Ziel beeinflusst, innere Bilder und Überzeugungen zu erhalten.

Gehe ich also vom Schlimmsten aus, kann es passieren, dass ich durch mein eigenes Zutun das Schlimmste geschehen lasse. Dann kann mein Unterbewusstsein sich rühmen und sagen: "Ich habe es ja gewusst".

Ebenso kann ich aber auch durch innere positive Überzeugungen, meinen eigenen Erfolg befeuern.

 

Ein sehr faszinierendes Phänomen!

Negative Gedanken sind vollkommen natürlich und können auch zur Abwägung von Pro und Contra vor schwierigen Entscheidungen sehr nützlich sein. Es ist nun aber eine hohe Kunst, negativen Gedanken entsprechende Anerkennung zu gewähren, ihnen jedoch keinen Freiraum zur Entfaltung zu geben.

 

 Die Weisheit geht übrigens wahrscheinlich zurück auf eine alte chinesische Weisheit:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

 

 Fazit:

Falscher Positivismus ist nicht förderlich, kann sogar schädlich sein. Versuche jedoch, Mut zu behalten und zu vertrauen (Deinem System und vor allem Dir selbst)! In Dir steckt eine Menge Kraft, und Deine Zukunft kann wunderbar sein! Du kannst Deine (selbst gewollten, realistischen!) Ziele erreichen. Das innere "JA!" kann dabei sehr helfen.

Als Systemische Coach unterstütze ich Dich gerne auf genau dieser Reise!

 


 

August 2021:

 "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon war"

(Henry Ford)

 

Meine Anmerkung:

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir brauchen hier und da Verlässlichkeit. Sich auf Bewährtes zu verlassen, steckt ebenso in uns, wie aber auch der Drang, neues anzupacken. Nur wird letzterer allzuoft von Zweifeln besiegt.

Jedoch: Wenn ich mich verändern möchte, muss ich andere Dinge tun. Neue Dinge. Und dazu gehören auch Dinge, die ich vielleicht noch nicht, oder noch nicht gut kann. Irgendwann werde ich sie können. Ich muss anfangen, mich in diesen Dingen zu üben, egal was es ist.

Mut zur Veränderung! Pack es an. Vielleicht heute. Warum nicht heute?

 


 

Juli 2021:

 "Was Dialog genannt wird ist oft ein alternierender Monolog"

(Ted Hartwig)

 

Meine Anmerkung:

Dialog bedeutet, dass zwei Menschen miteinander kommunizieren.

Die hohe Kunst des Dialoges können wir zwar ein Leben lang trainieren und immer weiter perfektionieren, und nicht jedem Menschen dürfen wir gleichermaßen fortgeschrittene Kommunikationskompetenzen abverlangen. Aber wie oft begegnet es uns im Alltag, dass der Eine dem Anderen nicht wirklich zuhört, sondern bereits den eigenen nächsten Beitrag gedanklich vorbereitet - während der Andere noch redet?

Ich nenne das den alternierenden Dialog, denn die Beiträge dieser Gesprächsteilnehmer sind in diesem Sinne tatsächlich Monologe, die mit Pausen vorgetragen werden und sich nicht auf das Gesagte des Gegenübers beziehen.

Wirklich zuhören ist der Samen jeder guten Kommunikation!

 


 

Juni 2021:

 "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht"

(überlieferte Weisheit)

 

Meine Anmerkung:

Dinge anpacken ist wichtig. Wir wollen die Dinge nicht schleifen lassen. Starten und keine Zeit vergeuden - all das ist wichtig und gut. Treibende Kraft hinter dem Erfolg ist das Anfangen und Loslegen.

Jedoch brauchen viele Dinge im Leben ihre Zeit. "Alles zur rechten Zeit" ist der Gegenspieler aus dem Reich der Weisheiten. Wenn ich mit zu viel Nachdruck Dinge versuche zu forcieren, zu erzwingen, dann kann es sein, dass etwas kaputt geht. Ähnlich dem Grashalm, an dem ich ziehe, und der bei zu viel Zug schlichtweg abreißt.

 


 

Mai 2021:

"Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll"

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Meine Anmerkung:

Nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch im Berufsleben begegnen wir Menschen. Authentische Kommunikation kommt von Herzen. Die Beschäftigung mit den eigenen und den Gefühlen und Bedürfnissen Anderer kann helfen, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden, etwas zu bewegen oder Beziehungen zu gestalten.

Wann immer ich mit Menschen in Kontakt trete, wird mir diese Weisheit helfen.