Archiv: Weisheit des Monats

 

 

Juni 2022

"Der (gute) Anfang ist die Hälfte vom Ganzen"

(Erweitert nach Aristoteles)

 

Meine Anmerkung:

Der erste Gedanke, den dieses Zitat in mir ausgelöst hat, ist recht trivial. Dennoch möchte ich mit ihm beginnen. Denn allein damit bin ich (jedenfalls für mich) schon mitten in der Bedeutung dieser Weisheit. Der Anfang ist die halbe Miete - so oder so ähnlich heißt es ja auch oft. Es geht also einfach nur darum, anzufangen. Wer anfängt, kann stecken bleiben, kann scheitern. Wer nicht anfängt, ist schon gescheitert. Eine ungleich härtere Deutung. Aber warum ist nun der Anfang die Hälfte vom Ganzen? Anfangen könnte ja auch nur 10% vom Ganzen darstellen?

Nun, ich möchte hier ein psychologisches bzw. neurologisches Phänomen ins Spiel bringen, nämlich das des so genannten Priming (=Anbahnung). Es handelt sich um eine spezielle Art einer so genannten kognitiven Verzerrung. Also einer Wahrnehmungsverzerrung, einer Manipulation.

Es ist ganz normal, dass sich mein Denken, Fühlen und Handeln an Wahrnehmungen und Einschätzungen bestimmter Reize ausrichten. Wenn nun Reizen, die mich zu einem bestimmten Denken, Fühlen oder Handeln anregen, bestimmte andere Reize vorangegangen sind, dann wird hier ein Prozess der Beeinflussung "angebahnt", also geprimt.

Ein einfaches, sehr reduziertes Beispiel: Ich soll eine Aufgabe erledigen. Wenn ich einfach anfange, werde ich vielleicht Erfolg haben und meine Sache gut machen. Wenn ich aber einen bestimmten Spaßfaktor voranschicke, den Start mit einem emotional positiven Ereignis verknüpfe, das in mir Freude auslöst, Kraft freisetzt oder Ähnliches, dann findet hier ein Priming statt, und der folgende Prozess wird positiv beeinflusst. Ich werde neue Reize automatisch mit einem positiveren Attribut wahrnehmen.

Der Satz "Das schaffst Du ja eh nicht" ist übrigens auch ein Priming, nur eben ein negatives, destruktives.

Daher habe ich das Zitat von Aristoteles mit dem Wort "gute" ergänzt. Denn wenn Du gut anfängst, dann bahnst Du im Sinne des Priming die Optimierung eines Prozesses an und steigerst Deine Aussicht auf Erfolg oder Wohlbefinden, etc. Daher ist ein guter Anfang im Sinne des Priming die halbe Miete, also die Hälfte des Ganzen.

 

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Mai 2022:

 "Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße"

(Martin Walser)

 

Meine Anmerkung:

Ganz gleich, ob der Weg mich zum Ziel führt oder der Weg bereits das Ziel ist (hier gibt es ja verschiedene philosophische bzw. motivatorische Ansätze) - beiden Betrachtungsweisen gemein ist, dass der Weg gegangen werden soll. Nur durch das Gehen, das Voranschreiten erreiche ich mein Ziel. Nur durch das Gehen komme ich voran. Ganz simpel formuliert.

Was mich an diesem Satz begeistert ist, dass der Weg in diesem Satzbau die Stellung des Subjekts erhält, also eines aktiven Elementes. Ich gehe den Weg nicht und lasse ihn hinter mir (dann wäre er nur passives Objekt), sondern er schiebt sich mir aktiv unter die Füße. Er tut dies, weil ich auf ihm gehe. Quasi als Dank - oder einfach nur als logische Konsequenz. Demnach wohnt dieser Formulierung auch eine gewisse Unausweichlichkeit inne.

Der Weg ist auch nicht nur ein kleiner Ort, sondern eine Kette von Orten, eine lange Linie, ein Prozess. Wenn sich mir dieser Weg nun unter die Füäße schiebt, dann darf ich mich darauf freuen, dass er noch weitere Orte, also Erlebnisse, Erkenntnisse, Erfahrungen, Emotionen etc. für mich bereit hält. Und ich werde sie alle durchwandern - wenn ich nur gehe.

Ich bin ein klarer Freund davon, auch ab und zu mal stehen zu bleiben. Ruhe und Muße, Erholung, Reflexion und Leerlauf - das sind alles wichtige Aspekte im Sinne von Resilienz und allgemeiner Gesundheit. Aber wie gesagt - ab und zumal. Insgesamt ist das Leben ein Weg. Gehe ihn. Gehe Deinen Weg, und Dein Weg schiebt sich Dir unter die Füße!

 


 

April 2022:

"Wem ich die Schuld gebe, gebe ich die Macht."

(Ursprung unbekannt)

 

Meine Anmerkung:

Wir alle sind Resultat unserer Biografie. Wir wurden geprägt von Rahmenbedingungen, Menschen, Erlebnissen, etc. Besonders von Menschen, die für uns emotional signifikant sind. Eltern, gute Freunde, Lehrer, etc. Den Begriff "Schuld" verwenden wir gerne bei unangenehmen Dingen. Wer ist also Schuld an der einen oder anderen Eigenschaft meiner Persönlichkeit oder der einen oder anderen Facette meines Lebens? Genannte Personengruppen tragen definitiv eine Verantwortung, eben aufgrund der Prägung, die wir durch sie durchlebt haben.

Aber sind diese Menschen "schuld"? Ja. Aber müssen sie schuldig bleiben? Nein. Wenn ich jemandem die Schuld gebe, dann gebe ich ihm Macht über mich. Dieser Mensch hat mein Leben maßgeblich beeinflusst, hat also (ggf- auch rückwirkend oder gar posthum) Macht über mich.

Muss das für immer so bleiben? Nein, ich kann die Macht zurückgewinnen. Dafür schlage ich mehrere Wege vor...

 

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März 2022:

"Egal ob Du glaubst, Du kannst es oder Du kannst es nicht – Du hast recht!"

(Henry Ford)

 

Meine Anmerkung:

Das klingt schon wieder nach der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Und ja, sie steckt auch in diesem Zitat. Wir laufen mit Glaubenssätzen herum. Mit tief sitzenden Überzeugungen, die ihren Ursprung in so genannten signifikanten emotionalen Ereignissen haben. Das können Kindheitserlebnisse sein, aber auch Erlebnisse im Erwachsenenalter. Oft sind es die Prägungen aus der frühen Kindheit, die sich bereits tief in unser Selbst-Bild einpflanzen und dort nur mit harter Arbeit veränderbar sind.

Diese Glaubenssätze wirken unbewusst in uns und beeinflussen unser Handeln. Das ist wissenschaftlich gut erforscht und in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Was bedeutet das praktisch? Ich glaube einfach an mich, und dann schaffe ich es? So einfach ist es natürlich nicht. Es ist jedoch durchaus möglich, an Glaubenssätzen zu arbeiten und diese zu verändern. Nicht umsonst erfreut sich Coaching einer immer größeren Beliebtheit. Denn es funktioniert.

Wenn Du merkst, dass Du mit einem solchen Glaubenssatz geprägt bist ("ich schaffe das eh nicht"), dann überleg doch mal, warum Du das glaubst. Die Antwort wird nicht einfach zu finden sein. Aber eines ist gewiss: Die Aufgabe, die Herausforderung, um die es geht, gab es in genau dieser Form noch nie. Sie ist neu, irgendwie einzigartig. Sie mag früheren Anforderungen ähneln, aber die Situation und die die Rahmenbedingungen sind neu.

Also warum nicht einfach mal ein bisschen an sich selbst glauben?

Woher willst Du wissen, dass Du es nicht schaffst? Wie kannst Du jetzt schon beweisen, dass Du es nicht schaffen wirst?

...

 


 

Februar 2022:

"Schnitze Dein Leben aus dem Holz, das Du hast"

(Leo Tolstoi)

 

Meine Anmerkung:

Für mich beinhaltet dieser Spruch zwei ganz wesentliche Aspekte. Erstens: Schnitze. Dein Leben soll ein Kunstwerk sein, eine eigene Kreation, ein eigenes Werk. Und damit es das wird, musst Du schnitzen. Sonst bleibt es immer das rohe Stück Holz, das es am Anfang war. Du musst Hand anlegen, Du musst aktiv werden. Du musst das Stück Holz, das Dein Leben ist, bearbeiten, formen und nach Deinen Wünschen und Vorstellungen gestalten. Also schnitze!

Der zweite Aspekt: Schiele nicht auf das Holz Deines Nachbarn, oder das eines entfernten Vorbildes. Manche Menschen schauen gerne auf das Holz irgendwelcher Prominenten. Schau auf Dein eigenes Holz. Und schnitze Dein Leben aus dem Holz, das Du hast! Das bedeutet nicht, dass es immer bei diesem Holz bleiben muss. Vielleicht kannst Du Dir im Laufe Deines Lebens anderes, neues Holz erschließen. Dann hast Du mehr Holz, anderes Holz. Aber all das wird immer DEIN Holz sein.

Für bestimmte Holzarten brauche ich bestimmte Werkzeuge und Techniken, sowie bestimmte Erfahrung im Umgang und in der Bearbeitung dieses Holzes. Jedes Holz ist anders. Auf das Leben übertragen heißt das: Konzentriere Dich darauf, Dein Holz kennen zu lernen und optimiere Deine "Techniken" und sammle Erfahrung. Werde ein Team mit Deinem Holz. Nur dann kannst Du faszinierende Ergebnisse erzielen...

Der Spruch bedeutet aber auch, dass manche Dinge vielleicht nicht möglich sind. Dies ist für mich ein Kerngedanke dieses Spruches. Manch anderer verfügt vielleicht über ein bestimmtes Holz, das die eine oder andere erstrebenswerte Figur zu erschaffen ermöglicht. Vielleicht geht das mit Deinem Holz nicht. Dann akzeptiere es. Vielleicht kannst Du aufgrund bestimmter Rahmenbedingungen oder den Grenzen Deiner eigenen Fähigkeiten oder Eigenschaften bestimmte Dinge nicht erreichen.

An dieser Stelle möchte ich mich klar von der Grundannahme distanzieren, wir würden im Rahmen unserer Möglichkeiten feststecken. Das Gegenteil ist der Fall! Wir können viel mehr erreichen, als uns oft bewusst ist. Die Grenzen unserer Möglichkeiten sind viel ferner gesteckt als wir ahnen. Und sie sind erweiterbar, verschiebbar. Unser inneres Potenzial ist immens! Wir können über uns hinauswachsen, die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, die richtigen Menschen treffen, uns weiterbilden, hart an einer Sache arbeiten, all das und noch mehr! Aber ganz realistisch betrachtet gehen manche Dinge einfach nicht. Oder vielleicht aufgrund unseres Alters nicht mehr...

Vielleicht kannst Du kein Popstar werden oder ein Tennis-Profi oder ein Bankdirektor. Oder vielleicht kannst Du nicht die Welt umsegeln, den Himalaya erklimmen oder was auch immer spannend und faszinierend im Leben sein kann.

Aber Du kannst Dein Leben zu etwas Wunderbarem, Einzigartigen machen. Du bist der Schöpfer oder die Schöpferin Deines Lebens. Nur Du. Aber Du musst Dein Leben selbst gestalten.

Also: Schnitze Dein Leben aus dem Holz, das Du hast. Was anderes bleibt Dir nicht übrig. Und wenn Dir Dein Holz nicht reicht, dann versuche, Dein Holz zu erweitern. Aber: Schnitze!

 

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Januar 2022:

"Über den Wind können wir nicht bestimmen. Aber wir können die Segel richten!"

(Die Wikinger?)

 

Meine Anmerkung:

Ein Geheimnis des persönlichen Erfolges ist die Anerkennung der Möglichkeit und Verantwortung, das eigene Leben selbst zu gestalten. Ich finde die Analogie zur Seefahrt äußerst passend. Denn wer dem Wind und den Wellen die Macht über sich selbst gibt, der wird wohl nie seinen Ziel-Hafen erreichen...

Jeder gute Seefahrer ist sich der Herausforderung und der Gefahr bewusst, die das offene Meer mit sich bringt. Wer den sicheren Hafen verlässt und eine Reise antritt (und das Leben IST eine Reise!), der setzt sich dem nicht immer wohlwollenden Spiel des Meeres und des Wetters aus. Wind und Wellen sind nicht beeinflussbar. Aber sie beeinflussen uns. Ich kann nicht segeln mit der Grundhaltung, ich hätte das Meer und das Wetter im Griff. Habe ich nicht. Ich kann Meer und Wetter jedoch als starken Gegner respektieren und ihm all meine Kraft und mein Können entgegensetzen. Ich kann die Segel setzen und Ruder legen, ich kann die Fahrt steuern. Was anderes bleibt mir auch gar nicht übrig...

Was für einen Segeltörn gilt, gilt ebenso für das eigene Leben.

Das Leben ist nicht immer wohlwollend. Gerade in der heutigen Zeit der Corona-Krise erleben wir (der eine mehr, der andere weniger) Einschränkungen, Verluste, Veränderungen, Schmerz, Angst, Verärgerung oder Wut, Hilflosigkeit, Überforderung, etc. Alles Anzeichen einer persönlichen Krise. Die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen sind teilweise sehr schmerzlich und können uns falsch erscheinen. Sie können auch falsch sein. Das ändert allerdings nichts an der Existenz von Selbstverantwortung.

Das Meer ist rauh, das Wetter schwer. Bin ich nun Spielball der Mächte? Oder spüre ich in mir eine Macht, die ich zur Gestaltung meines eigenen Lebens nutzen kann? Letzteres erscheint mir erfüllender.

Du hast die Steuerung Deines Lebens selbst in der Hand. Auch bei rauher See und schwerem Wetter bist Du für die Gestaltung Deines Lebens selbst verantwortlich. Und Du hast die Möglichkeit, die Segel zu setzen. Du bist nicht Spielball der Mächte, sondern Schöpfer oder Regisseur Deines Lebens.

Zugegeben klingt das hier Geschriebene in der einen oder anderen Lebensphase (vielleicht genau JETZT) als gut gemeinter, kluger aber nicht hilfreicher Ratschlag, der Dich nicht erreicht. Dessen bin ich mir bewusst.

Es ist aber die Wahrheit.

Wenn Du Unterstützung benötigst, Deine eigenen Kräfte wieder zu erkennen, Mut zu gewinnen, Klarheit zu erlangen, etc. dann ist ein persönliches Coaching vielleicht der richtige Weg. Aber lass doch den Satz einfach mal einige Tage auf Dich wirken. Er wirkt jetzt schon...

 


 

Dezember 2021:

"Warte nicht auf den perfekten Moment. Nimm den Moment und mach ihn perfekt!"

(Ursprung unbekannt)

 

Meine Anmerkung:

Lebe im Jetzt. So heißt es oft. Davon handelte auch meine Weisheit des letzten Monats. Und darin steckt eine ziemlich umwerfende Wahrhaftigkeit. Wenn dieser Moment nicht perfekt ist, welcher ist es dann? Vielleicht gibt es morgen einen sehr guten Moment für dies oder das. Aber wird dieser Moment perfekt sein? Was bedeutet schon perfekt? Bedeutet perfekt, dass es nicht noch besser sein könnte?

Wenn ich immer nach dem perfekten Moment suche, dann werde ich ihn vielleicht nie finden. Sicher macht es Sinn, mit einem bestimmten Vorhaben auf einen richtig guten Moment zu warten. Aber warte nicht zu lange. Einen Heiratsantrag beispielsweise macht niemand gerne zwischen Tür und Angel. Der Moment soll perfekt sein. Ja. Aber ich denke, wie vergeuden oft auch im Alltag die Chance, Dinge anzupacken, Momente zu genießen. Wir haben die Möglichkeit zu kreieren, wir können erschaffen, wir können gestalten.

Also: Nimm den Moment, diesen Moment, und mach ihn perfekt. Jetzt!

 

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November 2021:

"Du kannst Dinge nur JETZT verändern!"

(Ursprung unbekannt)

 

Meine Anmerkung:

Sie kennen das sicher auch. Ich jedenfalls nehme mich da nicht aus. Wir grübeln viel über die Vergangenheit. Wir quälen uns mitunter durch die Frage: Was wäre heute, hätte ich damals anders entschieden? Die Frage ist daher quälend, weil wir niemals eine Antwort finden werden.

Ebenso wenig können wir die Frage beantworten: Was ist in einem Jahr, wenn ich mich heute so oder so entscheide. Fakt ist: Wir wissen es nicht. Auch unsere eigene Entwicklung ist systemisch zu betrachten. Wir können nicht in die Zukunft schauen. Zu viele Variablen spielen mit.

Was wir aber ändern können, ist das JETZT. Ich kann JETZT meine Einstellung zu einem Thema anpassen oder ändern. Ich kann JETZT Dinge anpacken. Wenn ich ein Ziel habe in der Zukunft, kann ich JETZT den Weg dafür ebnen.

Egal was Du verändern willst - Du kannst es nur JETZT verändern. Und wenn Du bald merkst, dass Dein Weg wieder angepasst werden muss, dann wird in 3 Wochen wieder ein JETZT zur Verfügung stehen.

Die Vergangenheit ist geschehen. Die Zukunft ist nicht vorhersehbar. Du lebst im JETZT und kannst nur JETZT Dinge verändern.

Tu es JETZT!

 

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Oktober 2021:

"Wenn Du aufgeben willst, erinnere Dich, warum Du angefangen hast."

(Ursprung unbekannt)

 

Meine Anmerkung:

Wir alle fangen stets Dinge an. Mitunter kosten uns diese Dinge sehr viel Energie, manchmal zu viel. Die Anstrengungen sind zu hoch, das Ziel scheint fern, geradezu unerreichbar. Oft denken wir daran, aufzugeben.

Ist Aufgeben ein Zeichen von Schwäche, von Unfähigkeit? Nicht automatisch. Ist ein Ziel unrealistisch hoch gesteckt, so kann Aufgeben eine kluge Entscheidung sein. Die Fähigkeit, den Weg anzupassen ist damit ein Zeichen von Stärke. Durchhalten um jeden Preis, nur aus Prinzip (getreu dem Motto "Bringe zu Ende, was Du angefangen hast") halte ich für falsch.

Aber: Ausdauer ist natürlich eine wichtige Tugend. Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen! Wenn Du Dein Ziel nicht erreichst, ändere nicht das Ziel, sondern die Strategie. Ein ebenso weiser Spruch.

 

Wenn Du an das Aufgeben denkst, fragst Du Dich vielleicht: Wo ist die Energie geblieben? Wo ist die Motivation, dieser Antrieb, den Du zu Beginn hattest?

Erinnere Dich daran, warum Du angefangen hast. Und wie! Erinnere Dich an dieses Gefühl. Was hat Dich angetrieben? Welche Leidenschaft steckte darin? Kannst Du diese Energie, diese Kraft wiederbeleben? Kannst Du diese Ressourcen reaktivieren? Denke an die Anfänge zurück.

Vielleicht hilft Dir diese kleine Zeitreise bei Deiner Entscheidungsfindung...

 

Ergänzung aus dem NLP:

Ein Trick (der allerdings gleich zu Beginn angwendet werden müsste) ist das so genannte Ankern. Einfach zusammengefasst wird hier ein emotionaler Hochzustand (verbunden mit erlebter Kraft, Euphorie, Leidenschaft, etc.) bewusst mit einem Triggerpunkt, einem Anker verknüpft. Dies kann eine bestimmte Berührung sein, eine ungewöhnliche Handbewegung, irgendetwas markantes.

Die "Wiederholung", also das Abrufen dieses Ankers kann helfen, den emotionalen Hochzustand wieder zu reaktivieren.

Achtung: Natürlich funktioniert das nicht auf Knopfdruck. Das Ankern ist eine anerkannte therapeutische Methode, ist aber nicht so ohne weiteres im alltäglichen Gebrauch sofort umsetzbar. Hier braucht es genaue Anleitung, Übung und Geduld.

 

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September 2021:

 "Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Wirklichkeit"

(sprirituelle Weisheit, Herkunft unbekannt)

 

Meine Anmerkung:

Wir alle kennen negative Gedanken, die in uns kreisen. Bilder, Visionen, Ahnungen, Befürchtungen... Besonders in schwierigen Zeiten nagen sie an unserem Mut und unserer Zuversicht. Wir kommen nur schwerlich aus diesem Gedankenkarussel heraus.

Ebenso ist es bei sehr positiven Gedanken, die durch glückliche Momente, Erfolgserlebnisse, etc. geradezu befeuert werden und uns ein hohes Maß an Energie und Zuversicht bescheren.

In der Psychologie kennen wir die "sich selbst erfüllende Prophezeiung", im Spirituellen reden wir vom Phänomen der Resonanz.

Wir ziehen die Dinge an, durch die Kraft unserer Gedanken - vielmehr durch die Kraft unserer inneren Überzeugungen. Warum? Unser Unterbewusstsein muss mit seiner Energie haushalten. Das Aufgeben von inneren Bildern oder Überzeugungen ist jedoch mit einem sehr hohen Energieaufwand verbunden. Wissenschaftler sind sich einig, dass unser Unterbewusstsein daher unser eigenes Handeln mit dem Ziel beeinflusst, innere Bilder und Überzeugungen zu erhalten.

Gehe ich also vom Schlimmsten aus, kann es passieren, dass ich durch mein eigenes Zutun das Schlimmste geschehen lasse. Dann kann mein Unterbewusstsein sich rühmen und sagen: "Ich habe es ja gewusst".

Ebenso kann ich aber auch durch innere positive Überzeugungen, meinen eigenen Erfolg befeuern.

 

Ein sehr faszinierendes Phänomen!

Negative Gedanken sind vollkommen natürlich und können auch zur Abwägung von Pro und Contra vor schwierigen Entscheidungen sehr nützlich sein. Es ist nun aber eine hohe Kunst, negativen Gedanken entsprechende Anerkennung zu gewähren, ihnen jedoch keinen Freiraum zur Entfaltung zu geben.

 

 Die Weisheit geht übrigens wahrscheinlich zurück auf eine alte chinesische Weisheit:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

 

 Fazit:

Falscher Positivismus ist nicht förderlich, kann sogar schädlich sein. Versuche jedoch, Mut zu behalten und zu vertrauen (Deinem System und vor allem Dir selbst)! In Dir steckt eine Menge Kraft, und Deine Zukunft kann wunderbar sein! Du kannst Deine (selbst gewollten, realistischen!) Ziele erreichen. Das innere "JA!" kann dabei sehr helfen.

Als Systemische Coach unterstütze ich Dich gerne auf genau dieser Reise!

 

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August 2021:

 "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon war"

(Henry Ford)

 

Meine Anmerkung:

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir brauchen hier und da Verlässlichkeit. Sich auf Bewährtes zu verlassen, steckt ebenso in uns, wie aber auch der Drang, neues anzupacken. Nur wird letzterer allzuoft von Zweifeln besiegt.

Jedoch: Wenn ich mich verändern möchte, muss ich andere Dinge tun. Neue Dinge. Und dazu gehören auch Dinge, die ich vielleicht noch nicht, oder noch nicht gut kann. Irgendwann werde ich sie können. Ich muss anfangen, mich in diesen Dingen zu üben, egal was es ist.

Mut zur Veränderung! Pack es an. Vielleicht heute. Warum nicht heute?

 

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Juli 2021:

 "Was Dialog genannt wird ist oft ein alternierender Monolog"

(Ted Hartwig)

 

Meine Anmerkung:

Dialog bedeutet, dass zwei Menschen miteinander kommunizieren.

Die hohe Kunst des Dialoges können wir zwar ein Leben lang trainieren und immer weiter perfektionieren, und nicht jedem Menschen dürfen wir gleichermaßen fortgeschrittene Kommunikationskompetenzen abverlangen. Aber wie oft begegnet es uns im Alltag, dass der Eine dem Anderen nicht wirklich zuhört, sondern bereits den eigenen nächsten Beitrag gedanklich vorbereitet - während der Andere noch redet?

Ich nenne das den alternierenden Dialog, denn die Beiträge dieser Gesprächsteilnehmer sind in diesem Sinne tatsächlich Monologe, die mit Pausen vorgetragen werden und sich nicht auf das Gesagte des Gegenübers beziehen.

Wirklich zuhören ist der Samen jeder guten Kommunikation!

 

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Juni 2021:

 "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht"

(überlieferte Weisheit)

 

Meine Anmerkung:

Dinge anpacken ist wichtig. Wir wollen die Dinge nicht schleifen lassen. Starten und keine Zeit vergeuden - all das ist wichtig und gut. Treibende Kraft hinter dem Erfolg ist das Anfangen und Loslegen.

Jedoch brauchen viele Dinge im Leben ihre Zeit. "Alles zur rechten Zeit" ist der Gegenspieler aus dem Reich der Weisheiten. Wenn ich mit zu viel Nachdruck Dinge versuche zu forcieren, zu erzwingen, dann kann es sein, dass etwas kaputt geht. Ähnlich dem Grashalm, an dem ich ziehe, und der bei zu viel Zug schlichtweg abreißt.

 

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Mai 2021:

"Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll"

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Meine Anmerkung:

Nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch im Berufsleben begegnen wir Menschen. Authentische Kommunikation kommt von Herzen. Die Beschäftigung mit den eigenen und den Gefühlen und Bedürfnissen Anderer kann helfen, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden, etwas zu bewegen oder Beziehungen zu gestalten.

Wann immer ich mit Menschen in Kontakt trete, wird mir diese Weisheit helfen.

 

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